Vorwort
Regierungsrätin
Der Erfolg der Fachhochschulen ist unübersehbar: Die Studierendenzahlen und auch die Zahl der Hochschulgebäude wachsen im ganzen Kanton. Wir sprechen längst nicht mehr in der Einzahl von «Campus», sondern im Plural. Die Campusse Europaallee und Toni-Areal sowie die Campusse in Winterthur und Wädenswil sind Wahrzeichen der Erfolgsgeschichte von PHZH, ZHAW und ZHdK. Der Kanton hat viel investiert in den letzten Jahrzehnten – in Vorlesungssäle, Labors und Bibliotheken.
Für Aussenstehende mag dieses Wachstum manchmal unkoordiniert wirken. Doch dem ist nicht so. Es gibt einen Masterplan. Dieser trägt den etwas verwaltungstechnischen Namen «Teilportfoliostrategie». Diese Strategie zeigt die übergeordnete und ganzheitliche Entwicklung von PHZH, ZHAW und ZHdK an den drei Standorten Winterthur, Wädenswil und Zürich auf. Sie hilft, langfristig Flächen zu sichern und die Prioritäten richtig zu setzen.
Heute stehen wir an einem Punkt, an dem wir die Prioritäten in der Strategie neu ordnen müssen. Dies nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Finanzlage des Kantons. Neben dem quantitativen Wachstum ist heute auch vermehrt qualitatives Wachstum gefragt. Es sind Lösungen gesucht, die mit den vorhandenen Mitteln das Beste herausholen. Dazu beitragen können Ideen, wie Lehr- und Lernprozesse unabhängiger von Räumen gestaltet werden können.
Es ist wichtig, immer wieder zu betonen, dass Investitionen in die Bildung allen zugutekommen.
In Zukunft lautet die Frage also nicht in erster Linie «wie viel», sondern eher «in welcher Form» die Fachhochschulen im Kanton Zürich wachsen sollen. Denn mindestens so wichtig wie die Menge an Ressourcen ist die Art und Weise, wie wir mit diesen umgehen. Ziel ist es, dass wir sie effektiv und effizient einsetzen. Damit PHZH, ZHAW und ZHdK weiterhin nahe an Gesellschaft und Arbeitswelt forschen und lehren können. Damit sie weiterhin wertvolle Querverbindungen zwischen der Berufsbildung, den Unternehmen und den Hochschulen ermöglichen.
Ich werde mich auch in Zukunft mit Herzblut für den Bildungsbereich einsetzen. Es ist wichtig, immer wieder zu betonen, dass Investitionen in die Bildung allen zugutekommen – insbesondere auch der Wirtschaft. Eine attraktive Infrastruktur ist ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in den entsprechenden Bereichen zu erhöhen.
Wichtig ist auch, dass die Hochschulen selbst entscheiden können, wie sie wachsen wollen. Dazu braucht es durchdachte Strategien, um sich fit zu machen für die Zukunft. Wenn wir Wachstum neu denken, können die Fachhochschulen ihre Erfolgsgeschichte auch unter erschwerten Bedingungen weiterschreiben.
Die Jahresrechnungen von PHZH, ZHAW und ZHdK wurden erstmals von den neu eingesetzten Finanz- und Risiko-Komitees beurteilt. Der Fachhochschulrat beantragt dem Regierungsrat die Verabschiedung der Jahresberichte.