Vorwort
Regierungsrätin
Unsere Fachhochschulen gibt es bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Als Scharnier verbinden sie die Berufsbildung mit den Hochschulen. Sie tragen dazu bei, dass unser Bildungssystem durchlässig bleibt und Lernen lebenslang möglich ist. Die heutige Generation der Studierenden kann sich eine Bildungslandschaft ohne Fachhochschulen gar nicht mehr vorstellen.
Geschaffen wurden die Fachhochschulen mit einem klaren Ziel: Die Hochschulen sollen näher an die Praxis gebracht werden – oder die Praxis näher an die Hochschulen. Das prägt die Fachhochschulen bis heute. Der jüngste Hochschultypus forscht an realen Problemen, die Erkenntnisse fliessen in die Berufswelt ein. Das ist – seit mehr als 25 Jahren – ein Gewinn für den ganzen Bildungs- und Wirtschaftsstandort Zürich.
Unsere Fachhochschulen zeichnen sie sich durch grosse Offenheit und Neugier für künftige Entwicklungen aus.
Wir dürfen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Die Fachhochschulen müssen sich weiterentwickeln, damit sie auch in den nächsten 25 Jahren den Bildungsstandort bereichern können. Die Welt, in der unsere Studierenden leben und in der sich Betriebe und Unternehmen bewähren müssen, wird immer komplexer. Die Fachhochschulen müssen sich noch stärker vernetzen – untereinander, mit anderen Hochschulen und Universitäten, vor allem aber mit der Wirtschaft.
Auch Berufsbilder verändern sich, und es sind immer wieder neue Kompetenzen gefragt. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz ist dafür nur das sichtbarste Beispiel. Damit stellen sich auch neue Fragen: Welche technologischen Möglichkeiten eignen sich für den Unterricht – und wo sind klare Grenzen nötig? Wie stellen wir sicher, dass Informationen weiterhin kritisch hinterfragt werden? Unsere jungen Erwachsenen müssen optimal auf eine Zukunft vorbereitet werden, die noch digitaler, dynamischer und anspruchsvoller sein wird, als wir es uns je haben vorstellen können.
Für die Zukunft braucht es beides: einen guten Stand und Mut für Neues. Unsere Fachhochschulen haben beides. Sie sind seit über 25 Jahren fest verankert in unserem Bildungssystem. Gleichzeitig zeichnen sie sich durch grosse Offenheit und Neugier für künftige Entwicklungen aus. Ich freue mich darauf, die Zukunft der Fachhochschulen gemeinsam mit den drei Rektorinnen zu gestalten.
