Verwaltungs­direktion

Im Berichts­jahr stellte die Ver­waltungs­direktion die Weichen für das zukünftige Wachstum der Hoch­schule, indem ein zusätzlicher Standort in Betrieb genommen wurde und die Dienst­leistungen für die wachsende Zahl der Studierenden am Campus Europa­allee ausgebaut wurden. Weitere Schwer­punkte waren das Thema künstliche Intelligenz sowie die Planung verschiedener Mass­nahmen zur Weiter­entwicklung der finanziellen Führung und Steuerung der Hochschule.

Kennzahlen

Highlights

Zusätzliche Räumlichkeiten in Zürich Oerlikon

Die PH Zürich ist seit dem Bezug des Campus an der Europa­allee im Jahr 2012 stark gewachsen: von 2700 Studierenden und 750 Mitarbeitenden auf aktuell rund 4000 Studierende und über 900 Mitarbeitende. Entsprechend stiess die Infrastruktur am Campus in den vergangenen Jahren mehr und mehr an ihre Grenzen. Die Raum­knappheit akzentuiert sich zusätzlich angesichts des erwarteten und angestrebten Wachs­tums der PH Zürich in den kommenden 10 bis 15 Jahren. Die Hoch­schule hat deshalb neue Räumlich­keiten im Leutschen­tower in Zürich Oerlikon gemietet und diese im Berichts­jahr an die Bedürfnisse der PH Zürich angepasst und umgebaut. Der Leutschen­tower bringt insbesondere Forschende, Lehrende und Mitarbeitende zusammen, die sich an der Schnitt­stelle Bildung und Digitalität bewegen und sich mit neuen Lehr- und Lern­welten auseinander­setzen. Insgesamt stehen dort Büro­flächen für rund 100 Mitarbeitende sowie 500 Quadratmeter für ein sogenanntes Collaborative Learning Lab (collab) zur Verfügung, in dem neue Lehr- und Lernformen erprobt werden. Die räumliche Erweiterung und der damit verbundene Umzug bestimmter Organisations­einheiten nach Zürich Oerlikon schuf Platz für dringend benötigte Räume am Campus an der Europa­allee. Die hier frei werdenden Flächen werden sukzessive zu Unterrichts­räumen umgebaut. Die Lehr­veranstaltungen der Aus- und Weiter­bildung werden grund­sätzlich weiterhin am Campus an der Europa­allee durchgeführt. Gewisse Unter­richts­einheiten der Aus- und Weiter­bildung können jedoch im Rahmen der Erprobung neuer Lehr- und Lern­formen punktuell im Collaborative Learning Lab in Oerlikon stattfinden.

Angebote und Dienste für die Studierenden

Mit den steigenden Studierenden­zahlen wächst auch der Bedarf an Arbeits­plätzen und Aufenthalts­flächen für Studierende, die ausserhalb der Unterrichts­zeiten genutzt werden können. Neben zusätzlichen Plätzen in der Bibliothek hat die Verwaltungs­direktion im Berichts­jahr an verschiedenen Orten in den Gebäuden der PH Zürich rund 200 zusätzliche Arbeits- und Ess­plätze geschaffen, die rege genutzt werden. Ausserdem werden in einem hoch­schul­übergreifenden Projekt, an dem neben der PH Zürich zahlreiche weitere Schweizer Hoch­schulen beteiligt sind, die Prozesse der Studierenden­administration über die Hoch­schul­grenzen hinweg harmonisiert und digitalisiert. Ziel ist es, die Administration seitens PH Zürich zu entlasten und den Studierenden Tools zur Verfügung zu stellen, mit denen sie administrative Prozesse selbstständig bewirtschaften können. Im Berichts­jahr wurde so beispielsweise der Beurlaubungs­prozess automatisiert.

Künstliche Intelligenz

Im Berichts­jahr hat die Hoch­schul­leitung Leit­linien zum Umgang mit künstlicher Intelligenz diskutiert, die von einer hoch­schul­weiten Projekt­gruppe unter Leitung der Informatik­dienste der PH Zürich entwickelt wurden. Diese Leit­linien geben Mitarbeitenden und Studierenden mehr Sicher­heit im Umgang mit künstlicher Intelligenz, thematisieren technische, rechtliche und ethische Fragen und sind wichtig für die Sicher­stellung des Daten- und des Persönlich­keits­schutzes. Zudem steht allen Mitarbeitenden ein auf die spezifischen Bedürfnisse der PH Zürich zugeschnittener KI-basierter Text­generator zur Verfügung. Dabei können Ansprech­gruppe und Text­umfang individuell konfiguriert werden. Einen wichtigen Aspekt bildet dabei der Daten­schutz. Alle Daten verbleiben in der Schweiz und werden nicht zum Training des Sprach­modells weiterverwendet.

Umsetzung Personalverordnung

Um den Zürcher Fach­hoch­schulen mehr Flexibilität bei der Erfüllung ihres Leistungs­auftrags zu ermöglichen, hatte der Zürcher Fach­hoch­schul­rat eine Revision des Fach­hoch­schul­gesetzes (FaHG) und der betreffenden Personal­verordnung (PVF) lanciert. Die revidierte PVF ist per 1. August 2024 für alle Zürcher Fach­hoch­schulen in Kraft getreten. Mit der Anpassung des FaHG und der Revision der PVF wurden neue Personal­kategorien eingeführt sowie Konzepte erarbeitet für die Anstellung und die Einreihung von Professorinnen und Professoren, des Lehr- und Forschungs­personals und von sogenannten Qualifikations­stellen sowie für die Leistungs­erfassung, die Personal­gespräche und die Weiter­bildungs- oder Forschungs­zeit. Die entsprechenden Rechts­erlasse wurden verabschiedet. Rund 500 Mitarbeitende der PH Zürich wurden im Laufe des Berichts­jahres in die neuen Personal­kategorien überführt und deren Einreihung überprüft. Das Projekt wurde Ende 2024 abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts neu identifizierte Themen werden anschliessend in Arbeits­gruppen weitergeführt.

Projekte

Auswahl

Clouddienste ausgebaut

Die Informatik­dienste der PH Zürich verfolgen mit dem Projekt Total Cloud Approach das Ziel, sämtliche Infra­struktur­elemente für die Bereit­stellung aller Informatik­services und Applikationen in eine virtuelle Cloud zu verlegen. Bereits heute nutzt die PH Zürich viele Cloud­dienste. Mit ihrer IT-Strategie hat sie die rechtlichen und technischen Grundlagen dafür geschaffen. Um eine zukunfts­gerichtete, sichere und kosten­effiziente System­architektur sicherzustellen, wurden im Berichts­jahr nach und nach weitere Dienste in die Cloud verschoben.

Weiterentwicklung Bibliothek

Die Bibliothek widmete sich im Berichts­jahr der Weiter­entwicklung interner Prozesse, unter anderem mit dem Ziel eines agileren Innovations­managements und einer Teil­auto­matisierung der Inhalts­erschliessung. Neue Perspektiven der Informations­kompetenz, etwa zu künstlicher Intelligenz, machte sie in Form von Schulungen und eigenen Beiträgen zu hochschul­weiten Initiativen nutzbar. Zudem festigte sie ihre Online­präsenz und baute die Open Library aus.

Ausblick

Neue Energieversorgung für die Liegenschaften Schloss Au

In den Liegenschaften des Tagungszentrums Schloss Au wird in Zusammenarbeit mit der Bau- und der Bildungsdirektion die Erneuerung der Energieversorgung des Areals sowie die Gesamtsanierung der Gebäude lanciert.

Prüfung der finanziellen Steuerung

Durch verschiedene Projekte und strategische Massnahmen wird im kommenden Jahr die Bereinigung des Budgets vorangetrieben und die finanzielle Steuerung aller Bereiche einer vertieften Prüfung auf Optimierungspotenzial unterzogen.