Im Berichtsjahr standen in der Verwaltungsdirektion die Umsetzung verschiedener Massnahmen zur Weiterentwicklung der finanziellen Führung und Steuerung der Hochschule im Fokus. Ausserdem widmet sich ein Projekt der systematischen Erhebung der Treibhausgasemissionen der Hochschule. Weiter wurde ein Nutzungskonzept für ein zusätzliches Gebäude in Zürich Oerlikon erstellt und das Angebot mit einem neuen Tool für die Mitarbeitenden und Studierenden zur Nutzung von künstlicher Intelligenz ausgebaut.

Unter der Federführung der Verwaltungsdirektion hat die PH Zürich ein Nutzungskonzept für ein zusätzliches Gebäude erarbeitet. Die Planung geht aktuell von einem Bezug des neuen Gebäudes im Jahr 2035 aus. Nachdem im Frühling 2023 eine Machbarkeitsstudie erstellt worden war, beauftragte das kantonale Immobilienamt die PH Zürich im Frühling 2024, ein Nutzungkonzept für den neuen Standort zu erarbeiten. Der Neubau am Max-Frisch-Platz beim Bahnhof Zürich Oerlikon wird vergleichbar sein mit dem Campus an der Europaallee, ist jedoch stärker auf Begegnung und Zusammenarbeit ausgelegt. Das Nutzungskonzept wurde vor dem Hintergrund der sich wandelnden Hochschuldidaktik mit neuen hochschulischen Lehr- und Unterrichtsformen entwickelt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird das Gebäude flexibel nutzbar sein und auch allfällige Umnutzungen ermöglichen.

Auf der Halbinsel Au bewirtschaftet und verwaltet die PH Zürich das Tagungszentrum Schloss Au mit seinen verschiedenen Gebäuden. Um die Energieversorgung an die aktuellen Bedürfnisse und Bestimmungen anzupassen, die Energiekosten zu reduzieren und die Weichen für die notwendige Sanierung des Gesamtareals zu stellen, wurde im Berichtsjahr in Zusammenarbeit mit der Baudirektion des Kantons Zürich ein Energieversorgungskonzept erstellt, welches die kantonalen Vorgaben hinsichtlich eines möglichst CO2-neutralen Heizungssystems erfüllt. Die Liegenschaften werden zukünftig mit einer Grundwasser-Wärmepumpe beheizt. Für die Elektroversorgung wird eine neue Transformatorenstation benötigt, die den heutigen Anforderungen nachkommt. Die Erneuerung der Energieversorgung bildet den Auftakt einer notwendigen Gesamtsanierung der denkmalgeschützten Liegenschaften.

Seit dem Herbstsemester 2025 steht den Mitarbeitenden und Studierenden der PH Zürich eine neue KI-Lernplattform zur Verfügung. Das Tool bietet Studierenden die Möglichkeit, Zusammenfassungen, Mindmaps und Übungsklausuren erstellen zu lassen und sich mit einem KI-Tutor auszutauschen. Dozierende können Lehrveranstaltungen, Übungsaufgaben und Klausuren entwickeln sowie auf detaillierte Analysen zum Lernfortschritt ihrer Studierenden zugreifen und personalisiertes Feedback geben.

Die Bibliothek erhöhte im Berichtsjahr ihre Sichtbarkeit an Kongressen und in Fachzeitschriften. Zudem produzierte sie multimediale Selbstlern-Materialien für die Recherche mit künstlicher Intelligenz und die Literaturverwaltung. So ging sie beispielsweise der Frage nach, inwiefern Chatbots Studierende dabei unterstützen können, Literatur für ihre Leistungsnachweise zu finden. In einem eigenen Bereich in der Bibliothek sollen künftig Hochschulprojekte und -aktivitäten präsentiert werden. Den Start machte ein Pop-up-Makerspace in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Medienbildung und Informatik der PH Zürich.

Auswahl

Die Verwaltungsdirektion hat im Berichtsjahr ein Projekt lanciert, in dessen Rahmen die Treibhausgasemissionen der Hochschule erhoben und auf einer elektronischen Plattform dargestellt werden. Auf der Plattform sind Daten zum Energieverbrauch (Elektrische Energie, Kälte, Wärme), zu den benötigten Ressourcen (Wasserverbrauch, Betriebskehricht, Papierverbrauch und Verpflegung) sowie zur Pendelmobilität der Mitarbeitenden, Studierenden und Weiterbildungsteilnehmenden der PH Zürich ersichtlich. Die Daten dienen als Grundlage, um Handlungsfelder zur Reduktion der Treibhausgasemissionen für die kommenden Jahre festzulegen.

Die Verwaltungsdirektion hat 2025 ein Projekt zur Verbesserung der finanziellen Steuerung der Hochschule gestartet. Das Projekt ging aus einer Analyse der Steuerungsprozess innerhalb der Organisation hervor. Es zielt unter anderem auf die Entwicklung einer steuerungsgrössenbasierten und übersichtlicheren Mittelverteilung über die Organisationseinheiten hinweg sowie auf die Etablierung zusätzlicher Controllingprozesse.
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