Jahres­bericht
2022

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Jahresthemen

Fokus

Protagonistinnen und Protagonisten aus der PH Zürich und dem Schulfeld erzählen in kurzen Video-, Audio- und Textbeiträgen, womit sie sich im Jahr 2022 beschäftigt haben.

Schule im Wandel

Ein Forschungs­projekt mit einer Befragung von Kindern zur Corona-Pandemie, neue Lernformen für Schulen im Bereich der Digitali­sierung und Umsetzung einer Reform auf der Sekundar­stufe II – dies sind drei von einer Reihe weiterer Themen, bei denen die PH Zürich das Schulfeld im Umgang mit anstehenden Neuerungen und Heraus­forderungen unterstützt und praxisnahe Ideen vermittelt hat.

Anja Sieber

Anja Sieber Egger

Leiterin Forschungszentrum Kindheiten in Schule und Gesellschaft der PH Zürich

40

Kinder erzählen, wie sie die Pandemie erlebt haben.

Podcast

Bernadette Spieler
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«Unter ‹Making› versteht man ein digitales Basteln, Erforschen und Tüfteln.»

Bernadette Spieler

Professorin für informatische Bildung an der PH Zürich

René Schneebeli

René Schneebeli

Dozent im Zentrum Berufs- und Erwachsenenbildung der PH Zürich

KV-Reform – konsequent für den Berufsalltag ausbilden

«Mit der KV-­Reform wird die Ausbildung der rund 14’000 Jugend­lichen, die jährlich eine KV-Lehre abschliessen, gänzlich neu ausge­richtet. Das Berufs­bildungs­gesetz verlangt einen kompetenz­orientierten Unterricht, die laufende Reform soll dies bis im Sommer 2023 implemen­tieren. Der Fokus liegt nicht mehr auf den Fach­inhalten, sondern auf der Perspektive der Lernenden in der Praxis – sprich auf der konkreten Arbeits­situation im Berufs­alltag. Davon werden die Lehr­betriebe profitieren, aber auch die Lernenden, da sie die Lerninhalte klarer verwerten können. Die PH Zürich hat den Auftrag, die Berufs­fachschul­lehrpersonen in diesem Ansatz zu schulen. Die Umsetzung eines inter­disziplinären Lern­arrangements stellt sie vor bedeutsame Heraus­forderungen.

Unser Projekt­team startete 2022 mit der Umsetzung. Bis zum kommenden Sommer werden über 500 Lehr­personen im Kanton Zürich ihre mehrtägige Weiter­bildung an der PH Zürich abge­schlossen haben. Schweizweit sind davon mehr als 4000 Lehr­personen betroffen, ein Unterfangen, das von der Grössen­ordnung her in der Berufs­bildung einzigartig ist. Letztlich sind im Rahmen der KV-Reform aber nicht nur die Berufs­schul­lehr­personen gefordert. Soll die Umsetzung glücken, müssen Schul­entwicklungs­prozesse angestossen werden. Neu sind Teamleitende und das gemeinsame Entwickeln von fach­über­greifenden Lern­situationen gefragt. Dies sind grund­legende Veränderungen, die Zeit und Geduld brauchen.»

Professionali­sierung

Die Professionali­sierung und damit die Vermittlung von speziali­siertem Wissen an Lehrpersonen und Studierende entwickelt sich laufend weiter. Die PH Zürich hat im Berichts­jahr unter anderem beim spiele­rischen Lernen im Zyklus 1, bei den Fachdidaktik-Master­studien­gängen sowie im Bereich Deutsch als Zweit­sprache (DaZ) Akzente gesetzt.

Catherine Lieger
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«Unser Projekt fokussiert auf das Spiel als zentrale Lernform in der kindlichen Entwicklung.»

Catherine Lieger

Leiterin des Schwerpunktprogramms Elementarbildung der PH Zürich

Michael Prusse

Michael Prusse

Leiter der Abteilung Master Fachdidaktik der PH Zürich

Master Fachdidaktik – Nachwuchs für die Vermittlungs­wissen­schaften

«Durch die Tertiari­sierung des Lehr­berufs besteht Handlungs­bedarf zur Qualifi­kation von Lehrenden und Forschenden in den Vermittlungs­wissenschaften an den Pädago­gischen Hochschulen. Das Ziel der Master­studien­gänge Fachdidaktik an der PH Zürich ist es entsprechend, den Nachwuchs für die Pädago­gischen Hochschulen auszubilden. Unsere Abteilung hat seit über zehn Jahren Erfahrung mit den Studien­gängen Fachdi­daktik Natur­wissenschaften, Deutsch und Mathematik. Der 2018 erstmals durch­geführte Studien­gang Fachdi­daktik Künste stellte uns aber vor neue Heraus­forderungen. So waren die Studien­plätze der ersten beiden Durchgänge zwar äusserst gut besetzt, es waren aber auch Studierende dabei, die entweder ausschliess­lich über eine künst­lerische oder über eine pädago­gische Vorbil­dung verfügten. Beide Zugangs­stränge sind jedoch wichtige Voraus­setzungen für eine Tätig­keit an einer pädago­gischen Hochschule.

Unterdessen konnten wir den Studien­gang Fachdi­daktik Künste – eine Koope­ration mit der ZHdK – überarbeiten und im Herbst 2022 erfolgreich mit 15 Teilnehmer­innen und Teilnehmern in den neuen Studien­jahrgang starten. Die Studierenden erfüllen nun das Wunsch­profil klarer, die meisten sind ausge­bildete Lehrpersonen und verfügen über eine Qualifi­kation in Kunst. Aktuell sind wir an der Umsetzung des nächsten Master­studien­gangs: Im Herbst 2024 kann Fachdi­daktik Ethik, Religionen, Gemein­schaft erstmals durchgeführt werden. Durch die Vorgabe des Fachs Ethik, Religionen, Gemeinschaft im Lehrplan 21 reagiert die PH Zürich auf die Nachfrage nach qualifi­zierten Dozierenden.»

Yvonne Tucholski

Yvonne Tucholski

Dozentin im Zentrum Unterricht und Lernen der PH Zürich

98

Prozent der Teilnehmenden am DaZ-Lehrgang sehen sich in ihrer Fachkompetenz gestärkt

Podcast

Berufsfeld

Studierende, Lehrpersonen, Schulleitende – sie gehören zu den wichtigsten Ansprechgruppen und die Schule damit zu einem der bedeutendsten Partner der PH Zürich. Eine Studentin, ein Berufseinsteiger und eine Schulleiterin blicken zurück und erzählen von ihren Erfahrungen in einem ereignisreichen Jahr.

Lukas Benz

Lukas Benz

Klassenlehrer auf der Sekundarstufe I an der Oberstufe Wädenswil

Im Beruf angekommen

«Als Lehrperson bin ich permanent gefordert, während ich die Lern­umgebung für meine Jugend­lichen orches­triere. Mit Freude befähige ich sie, sich ihren Raum zu nehmen. Die neun Knaben und fünf Mädchen in meiner Sek B haben alle ihren Rucksack zu tragen und ich begleite sie während einem wichtigen Abschnitt ihres Erwachsen­werdens. Im Sommer 2021 bin ich als Klassen­lehrer mit einer 1. Sek an der Oberstufe Wädenswil gestartet. Nun steht für meine Schüler­innen und Schüler bereits die Berufliche Orien­tierung im Vorder­grund. Es ist spannend zu sehen, wie sie beim Schnuppern ihre Qualitäten zeigen, über­fachliche Kompe­tenzen erhalten einen neuen Stellen­wert. Ich habe alle in den Betrieben besucht, um präsent zu sein. Denn sie brauchen noch viel Unter­stützung. Die Beziehungs­arbeit liegt mir sehr, 2022 bin ich wirklich in meinem Beruf angekommen.

Ich habe nicht den klassischen Werde­gang in den Lehr­beruf. Nach einer kauf­männischen Ausbildung auf einem Notariat und Führungs­erfahrung im Militär bin ich über die Kantonale Maturitäts­schule für Erwachsene an die PH Zürich gekommen. Bereits während meines Studiums habe ich als Fach­lehrer an der Ober­stufe Wädenswil gearbeitet. Wir sind mit Lernland­schaften organisiert, die Jugendlichen verbringen ihre Zeit zu einem Drittel in den Input­räumen und zu einem Drittel in den Lernland­schaften, wo alle ihren Arbeits­platz haben. Die restlichen Stunden werden die Schüler­innen und Schüler sportlich gefordert und verbessern ihre Fertig­keiten in textilem und bild­nerischem Gestalten oder Wirtschaft, Arbeit, Haushalt.»

Muriel Grässli
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«Ich schätze am Lehrberuf, dass ich immer präsent sein muss, jeder Tag neu ist und ich meine Vielseitigkeit ausleben kann.»

Muriel Grässli

Studentin im Studiengang Kindergarten- und Unterstufe an der PH Zürich

Helene Hora

Helene Hora

Leiterin Primarschule Holderbach

2

Jahre mit viel Herzblut in der Schulleitung

Podcast

Downloads

Jahresbericht 2022 –
Vorworte und Jahresrechnung

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Liste Forschungs- und Entwicklungs­projekte

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Liste Forschungs­publikationen

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Liste Dienstleistungs­projekte und Lehrmittel

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